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Viele Mitarbeiter und Führungskräfte leiden unter Stress am Arbeitsplatz und erreichen regelmäßig ihre Belastungsgrenze. Im folgenden Beitrag stelle ich Ihnen typische Auslöser für Stress am Arbeitsplatz vor und wie es überhaupt zu einem Stresserleben kommt. Sie lernen mögliche Stresssymptome kennen wie auch Strategien, um präventiv etwas gegen den Stress unternehmen zu können.

 

Stress am Arbeitsplatz – ein Auslöser für Stresserleben

Stress am Arbeitsplatz ist leider ein häufiger Auslöser für Stresserleben bei Mitarbeitern wie Führungskräften. Es ist wichtig, zu wissen, welche konkreten Auslöser das sein können. Und wann oder warum es zu einem Stresserleben kommt oder nicht.

Außerdem schauen wir uns an, welche Symptome an Anzeichen für akuten oder sogar chronischen Stress sein können. Aber auch, wie Sie als Unternehmer oder Führungskraft etwas gegen Stress tun können. Und welche Tipps gibt es für jeden einzelnen gegen Stress.

 

Typische Auslöser für Stress am Arbeitsplatz

Es gibt einige Auslöser für ein Stresserleben am Arbeitsplatz, die häufig auftreten.

Dazu zählen unter anderem:

  • hoher Zeitdruck
  • unrealistische (Einzel-)Ziele
  • fehlende Transparenz
  • zu hohe Verantwortung
  • ständige Erreichbarkeit
  • häufige Unterbrechungen
  • organisatorische Ungerechtigkeiten
  • Arbeitsplatzunsicherheit
  • ständige Change-Prozesse
  • Konflikte mit Kollegen oder Vorgesetzten
  • fehlende Wertschätzung durch die Führungskraft
  • fehlende soziale Unterstützung durch die Führungskraft
  • hohe Arbeitslast durch Personalmangel
  • chronische Überforderung oder Unterforderung

 

Weitere Informationen zu psychischen Belastungen am Arbeitsplatz und ihren Auswirkungen finden Sie hier: Wie sich psychische Belastung am Arbeitsplatz bemerkbar macht

 

Wie Stressauslöser zu Stresserleben führen

Vielleicht fragen Sie sich, warum bei den oben genannten Stressauslösern nicht alle Mitarbeiter in einem Team oder einer Abteilung mit einem Stresserleben reagieren.

Hier gibt es sehr unterschiedliche Reaktionen, die von verschiedenen Faktoren abhängen können.

Anzahl und Intensität von Stressauslösern

Nicht jeder Mitarbeiter (oder Führungskraft) ist genau den gleichen Stressauslösern zur gleichen Zeit ausgesetzt.

So ist nicht nur der einzelne Stressauslöser wie zum Beispiel “hoher Zeitdruck” oder “unrealistische Zielvorgaben” relevant, sondern es spielt auch eine Rolle, wie viele Stressauslöser oder in welcher Intensität jemand diese Stressauslöser erlebt.

Wenn bei einem Mitarbeiter nur der “hohe Zeitdruck” gerade auf ihn einwirkt, aber alles weitere bei der Arbeit und auch im Privatleben sozusagen rund läuft, dann kann dies (eine Weile) meist ganz gut weggesteckt oder kompensiert werden.

Wenn hingegen diverse Stressauslöser bei der Arbeit wie “hoher Zeitdruck”, “schwierige Kunden” und “unrealistische Zielvorgaben” zusammen kommen und möglicherweise sogar privat noch einige Herausforderungen zu bewältigen sind, dann kann dies sehr wohl zu einem merklichen Stresserleben führen.

Es hängt also nicht nur von der Art eines Stressauslösers ab, sondern auch von der Anzahl dieser im Job und/oder auch im Privatleben.

Fehlende Ressourcen

Ob ein Mitarbeiter (oder Führungskraft) das Vorhandensein von einem oder ein paar Stressauslösern als belastend erlebt, hängt aber auch sehr davon ab, welche Ressourcen da sind und auch als solche wahrgenommen werden.

Eine fehlende Wertschätzung der Führungskraft kann möglicherweise gut kompensiert werden durch die Wertschätzung von Kollegen und Kunden oder ein insgesamt gutes Teamklima.

Wichtig hierbei ist aber nicht nur das objektive Vorhandensein, sondern auch die subjektive Wahrnehmung der vorhandenen oder fehlenden Ressourcen.

Hier unterscheidet man innere Ressourcen wie gute Konfliktmanagementstrategien, mentale Stärke durch Mentaltechniken oder Entspannungstechniken, gutes Emotionsmanagement und eine optimistische Haltung und äußere oder externe Ressourcen wie soziale Unterstützung durch Vorgesetzte oder Kollegen, Handlungsspielraum und instrumentelle Unterstützung durch helfende Hände oder externe Dienstleister.

Dies ist beispielsweise ein wichtiger Ansatzpunkt im Coaching oder Stressmanagement-Training. Wir versuchen gemeinsam die vorhandenen oder zukünftig nutzbaren Ressourcen zu erkennen.

Mehr zum Thema Ressourcen erfahren Sie in meinem Blogbeitrag: Ressourcenfokus: Ressourcen als Unterstützung für Ihr Wohlbefinden

Eigene Bewertung der Situation und Ressourcen

Auch die oben aufgeführten Punkte sind nicht alleine relevant, sondern es geht auch darum, wie die jeweilige Person darüber denkt.

Werden die vorhandenen oder wahrgenommenen Stressauslöser als bedrohlich erlebt? Oder als Herausforderung, die aber gut zu bewältigen und zu handeln sein wird? Oder möglicherweise sogar als Chance für eine positive Veränderung?

Werden ausreichende oder wirksame Ressourcen wahrgenommen? Wird die Verfügbarkeit oder Nutzung dieser Ressourcen in Betracht gezogen?

Ist es möglich, von einer sogenannten Problemsicht oder Problemtrance (= “weg von”) zu einer Lösungssicht oder Lösungstrance (= “hin zu”) zu gelangen?

Die eigenen Gedanken sind hier also auch sehr wichtig. Dies ist ein weiterer Ansatzpunkt bei der Stressprävention und bei der Stressbewältigung. Das eigene Denken über eine herausfordernde Situation anzupassen. Und hier ein resilientes Denken zu entwickeln.

Mehr zum Thema Resilienz habe ich hier geschrieben: Resiliente Menschen: Gelassen Krisen meistern

 

Symptome für Stresserleben

Signale für Stress können sehr unterschiedlich sein.

Hier kann man unterscheiden zwischen:

  • Körperlichen Symptomen
  • Psychischen Symptomen
  • Verhaltenssymptome

 

Körperliche Stresssymptome

Zu den körperlichen Stresssymptomen zählen unter anderem:

  • starkes Schwitzen
  • Erröten
  • vermehrte Müdigkeit und körperliche Erschöpfung
  • häufige Infekte wie Erkältungen
  • Schlafprobleme
  • Tinnitus und Hörsturz
  • Magen-Darm-Probleme
  • Verspannungen und Rückenschmerzen
  • Hautprobleme
  • Kopfschmerzen und Migräne

Und noch vieles mehr, dies ist oftmals sehr individuell.

Bei chronischem Stress werden das meist intensivere Signale oder Erkrankungen wie:

  • Unfälle mit körperlichen Verletzungen (man fällt oder stürzt leichter)
  • Herz-Kreislauferkrankungen (z.B. Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall)
  • Allergien
  • Autoimmunerkrankungen

Einige dieser Erkrankungen haben natürlich unterschiedliche oder mehrfache Auslöser, aber der Stress am Arbeitsplatz darf hier nicht unterschätzt werden.

Psychische Stresssymtome

Zu den psychischen und emotionalen Veränderungen im Stress zählen beispielsweise:

  • häufigere Traurigkeit oder “schneller am Wasser gebaut sein”
  • zunehmende Gereiztheit oder Aggressivität
  • Nervosität und innere Unruhe
  • sich entwickelnde oder zunehmende Ängste
  • Selbstzweifel und Gefühl der Überforderung oder Hilflosigkeit
  • depressive Verstimmung, Grübeln und Gedankenkarussell
  • Konzentrationsprobleme und Fehler bei der Arbeit
  • emotionale Erschöpfung
  • abnehmende Leistungsfähigkeit

Bei dauerhaftem Stresserleben und fehlender Unterstützung (wie z.B. durch Vorgesetzte, Partner/in, Arzt oder Psychologe) können obige Symptome sich verstärken oder es kann zu folgenden schlimmeren psychischen Folgen kommen:

  • manifeste Angststörung und Panikattacken
  • Depressionen
  • Burnout
  • weitere psychische Erkrankungen

 

Verhalten als Symptom

Möglicherweise treten bei Ihnen im Stress oder bei Ihren Mitarbeitern oder Kollegen im Stress folgende Verhaltensweisen auf:

  • unkonzentrierte Arbeit und häufige Fehler
  • exzessives Arbeiten und Verzicht auf Pausen
  • exzessiver Sport oder Bewegungsmangel
  • bedeutend mehr oder kaum oder ungesund essen
  • (höherer) Alkoholkonsum wie weitere Suchtmittel (Rauchen, Medikamente)
  • sozialer Rückzug
  • aggressive Verhaltensweisen

 

Bei chronischem Stresserleben nimmt hier häufig die Intensität des Verhaltens zu oder es kommen weitere Verhaltenssignale hinzu.

Hier finden Sie weitere Hinweise, wie Sie erkennen können, dass Sie gestresst sind und Erholung und andere Formen der Stressbewältigung nötig sind.

 

Prävention von Stress

Hier kann und sollte natürlich einiges seitens des Arbeitgebers und der Führungskraft getan werden. Manche Stressauslöser stellen vor allem strukturelle Probleme dar, die seitens des Arbeitgebers zu ändern wären.

Ein wirksames Konzept, um langfristig und nachhaltig etwas gegen Stresserleben bei den Mitarbeitern zu tun, ist das “Gesunde Führen”. Dabei geht es nicht nur um den Mitarbeiter, sondern auch um die Führungskraft. Als Vorbild ausreichend auf Belastungsabbau und Ressourcenaufbau zu achten und seine eigenen Mitarbeiter auf gesundheitsförderliche Weise zu führen, ist ein wesentlicher Aspekt der gesunden Führung als Führungskraft.

Hier im Beitrag geht es um das Gesunde Führen und um 5 Tipps, wie Sie die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter als  Führungskraft fördern können.

 

Tipps gegen Stress

Für sich selbst – ganz gleich, ob Mitarbeiter, Führungskraft oder Unternehmer – gibt es auch einige Möglichkeiten, präventiv etwas gegen Stresserleben zu tun. Einige dieser Tipps helfen auch, wenn Sie schon erste Stresssymptome erleben.

Hierzu zählen folgende 5 Tipps:

1. Selbstmanagement-Strategien

 

2. Entspannungstechniken

  • diverse Entspannungstechniken, um Gedanken und körperliche Anspannung loszulassen
  • Progressive Muskelentspannung
  • Autogenes Training
  • Meditation
  • Yoga
  • Tai Chi

Mehr zu Entspannung finden Sie hier in meinem Blogbeitrag: Entspannung – eine wichtige Ressource im Alltag

 

3. Achtsamkeitspraxis

 

4. Lösungsorientierung

  • raus aus dem Problemdenken
  • eine Vision und Ziele entwickeln
  • ein Lösungsdenken ermöglichen
  • herausfinden, wo Sie selbst etwas ändern können

 

5. Abstand und Erholung

  • sich ausreichend abgrenzen (z.B. Firmenhandy ausschalten und keine E-Mails am Abend und Wochenende checken und beantworten)
  • Erholung durch regelmäßige Pausen während der Arbeit (z.B. Kurzpausen und Mittagspause)
  • Abschalten durch Rituale (z.B. Kleidung nach der Arbeit wechseln, eine kleine Runde spazieren gehen nach der Arbeit, Positiv-Tagebuch am Abend ausfüllen)
  • Ausgleich wie Sport, Hobby, Familie und Freunde

 

Mehr zum Thema Stress am Arbeitsplatz und Tipps gegen Stress

Möchten Sie wissen, wie Sie durch Achtsamkeit und die Nutzung der vorhandenen Ressourcen präventiv etwas gegen Stress machen können?

Dann lade ich Sie herzlich zu meinem kostenfreien Vortrag am 21. November um 19.30 Uhr in Bad Homburg bei Terra Verde ein:

Vortrag “Achtsamkeit und Ressourcenfokus als proaktive Stressprävention“

 

Gerne unterstütze ich Sie als Mitarbeiter oder Führungskraft gerne in einem individuellen Business Coaching. Hier haben wir genug Raum, um ganz individuell die aktuelle Situation und mögliche Stressauslöser oder eigene Stressverstärker zu betrachten und vorhandene Ressourcen zu entdecken und zu stärken.

 

Darüber hinaus erfahren Sie in meinen Blogbeiträgen hier auf Ressourcenfokus unter der Rubrik Stressmanagement & Burnout-Prävention wie auch in meinem Resilienz-Workbook mehr zum Thema Stress und Stressprävention wie Stressbewältigung.

 

Nun wünsche ich Ihnen alles Gute für eine gute Balance im Job und möglichst stressfreie und interessante Arbeit!

 

“Arbeit darf und sollte interessant UND gesund sein!”

 

Herzliche Grüße

Sabine Machowski

 

P.S.: Gerne unterstütze ich Sie als Mitarbeiter, Führungskraft oder Unternehmer mit weiteren Coaching-Impulsen durch meinen Blog. Gerne können Sie sich hierzu für meinen Ressourcenfokus-Newsletter anmelden, um bei Neuigkeiten informiert zu werden.

 

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