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Achtsamkeit als Stressprävention und Stressbewältigung – warum ist das denn so wichtig und so hilfreich? Im Alltag bleibt doch gar keine Zeit für Achtsamkeit. Gut, wenn man alles einigermaßen hinbekommt. Oder ist es etwa doch gut, mal bewusster und achtsamer zu sein? Den Autopiloten zu stoppen und eine Pause zwischen Aktion und Reaktion zu machen? Und was bringt dies dann?

Viele „funktionieren“ so gut wie möglich

Bei vielen mangelt es nicht an Rollen und Aufgaben im Leben. So kann es leicht passieren, dass man das Gefühl bekommt, dass man „so gut es geht funktioniert“. Bei all den Verpflichtungen und Erwartungen fällt es oftmals schwer, innezuhalten und den Moment und sich selbst einmal ganz genau wahrzunehmen anstatt direkt zu bewerten und weiter zu hetzen zum nächsten Todo-Punkt.

Doch das ist auf Dauer nicht gut. Nein, schlimmer noch. Es kann auf Dauer krank machen.

Einfach so weiterzumachen, obwohl man sich möglicherweise wie im Hamsterrad fühlt, hat oftmals Folgen – akute und später chronische Stresssymptome.

Immer wieder habe ich Klienten im Coaching und Patienten in den Trainings der orthopädischen Reha die ernste Beschwerden haben. Dazu zählen unter anderem: häufige Spannungskopfschmerzen, starke Migräne, Tinnitus, Hörsturz, Autoimmunerkrankungen, chronische Schmerzen, Bandscheibenvorfälle, Ängste, depressive Verstimmung, Burnout und Depression.

Und manchmal zeigt sich beim Hinterfragen des eigenen Befindens und der derzeitigen Lebenssituationen oder beruflicher wie privater Herausforderungen oder Belastungen, dass ein höheres Maß an Stress erlebt wurde oder weiterhin noch erlebt wird.

Was genau führt zum Stresserleben?

Das kann individuell sehr unterschiedliches sein, das einen persönlich so sehr stresst, dass dies körperliche oder psychische Folgen hat.

Das kann ein Zuviel an Erwartungen und Verpflichtungen sein, zum Beispiel als Mutter oder Vater mit kleinen Kindern und einer verantwortungsvollen Rolle im Job mit keiner oder wenig privater Unterstützung oder sogar noch Eltern, die zu pflegen sind.

Oder man erlebt sehr herausfordernde Situationen bei der Arbeit, wie eine große Umstrukturierung mit mangelnder Transparenz, die mit möglichen Kündigungen und somit einer hohen Arbeitsplatzunsicherheit einhergeht.

Zu großer Zeitdruck und zu hohe Ziele bei der Arbeit, die kaum erreichbar sind und dann fällt auch noch das Abgrenzen gegenüber diesem Druck schwer.

Eigene hohe Erwartungen, wie man in seinen Rollen zu agieren hat: wie zum Beispiel es allen recht machen, eine gute Führungskraft sein und dafür alles geben, eine gute Mutter oder ein guter Vater sein und dafür alles geben, einen hohen Grad an Perfektionismus haben.

Und noch vieles mehr zählt hierzu. Die eigenen Stresssignale zu erkennen ist sehr wichtig und hilfreich.

Was kann Achtsamkeit als Stressprävention und Stressbewältigung nun verbessern?

Wieso soll hier nun Achtsamkeit helfen? Inwiefern dient Achtsamkeit als Stressprävention? Wo hilft Achtsamkeit bei der Stressbewältigung?

Gerade in stressigen Situationen und herausfordernden Momenten reagieren wir oft sehr automatisch. Man spricht hier auch vom Autopilot, der dann oftmals angeschaltet ist und uns „sozusagen nicht mehr klar denken“ lässt.

So reagieren wir automatisch, wie schon oft zuvor. So kann es zu Gedanken kommen wie „Oje, schon wieder so viel zu tun, dass schaffe ich heute bestimmt wieder nicht rechtzeitig“, „Vermutlich werde ich gekündigt, wenn die Umstrukturierung rum ist“, „Ich bin einfach keine gute Führungskraft“, „Ich bin einfach keine gute Mutter“, „Immer wieder läuft etwas schief“.

Doch ist das wirklich so? Werde ich es wirklich nicht schaffen? Und wie schlimm ist das wirklich?

Und was genau kann hier durch Achtsamkeit nun anders laufen? Wie können Sie präventiv ihren Stress durch Achtsamkeit verhindern? Wie können Sie aktiv ihren Stress durch Achtsamkeit bewältigen?

Mit Achtsamkeit den Autopiloten ausschalten

Durch ein Innehalten im gegenwärtigen Moment und das „Ausschalten“ der Gedanken an das Vorher und Danach, können wir unseren Autopiloten ausschalten.

Statt dessen können wir – so neutral und objektiv wie möglich – erst einmal die Situation, das Geschehnis wahrnehmen.

„Was ist gerade passiert?“ Ohne direkte Bewertung und Interpretation.

Dies erst einmal annehmen.

Und dann erst einmal nachspüren, was das mit uns macht. Innehalten. Bewusst atmen.

„Wie geht es mir damit?“ Hier geht es um das Körpergefühl, die Gedanken, die Gefühle. Auch möglichst ohne weitere Bewertung oder Interpretation.

Und erst dann überlegen, was wir nun machen werden.

Ja, das ist nicht einfach. Es braucht Zeit und Übung.

Es kann auch mal nicht klappen. Es braucht Geduld und Wohlwollen. Sich selbst gegenüber.

Es geht auch nicht darum, ganz perfekt immer total achtsam zu sein.

Sondern öfters achtsam und bewusst zu handeln. Dann, wenn es besonders nötig ist. Dann, wenn es besonders hilfreich ist.

Mit Achtsamkeit die Gedanken wahrnehmen und verändern

Anstatt also ganz automatisiert nun seinen typischen Gedanken zu denken und automatisiert zu handeln, lädt eine achtsame Haltung uns ein, dies bewusster und aktiver zu machen.

Da ist vielleicht der Gedanke, den man ja schon so gut kennt wie „Immer ich, warum muss ich immer die undankbaren Dinge tun“, „Oje, die Ziele erreiche ich nie, ich werde bestimmt bald gekündigt“ oder „Alle anderen Mütter schaffen das doch auch, wieso bin ich nicht so gut oder perfekt?“

Doch was kann ich nun tun?

Ich kann mir ein paar Fragen stellen, um diesen Gedanken seine Bedrohung zu nehmen und etwas objektiver zu betrachten:

  • Was kann denn schlimmstenfalls passieren?
  • Ist das wirklich so wahrscheinlich?
  • Was würde mein Kollege oder meine Kollegin dazu sagen?
  • Was würde ein guter Freund zu mir sagen?
  • Wie lange ist das überhaupt relevant?
  • Was habe ich nun an Handlungsalternativen?
  • Was würde mir gerade jetzt im Moment gut helfen?

Ich kann aber auch oder zusätzlich achtsam etwas für mein körperliches und damit seelisches Befinden tun.

Mit Achtsamkeit mein Körpergefühl und meine Gefühle verändern

In einem Moment der Unsicherheit, Angst oder des Ärgers können Achtsamkeitsübungen wie auch Entspannungsübungen gut tun.

Die Achtsamkeitspraxis bietet hier zum Beispiel folgendes an:

  • Gehmeditation
  • Atemmeditation
  • Bodyscan

Dadurch verändert sich die Aufmerksamkeit, das Körpergefühl und auch die Gefühle.

Und dies wiederum verändert oftmals zuvor negative Gedanken in neutrale oder positive Gedanken.

Dies ist außerdem auch durch bewusste Entspannung möglich wie mit progressiver Muskelentspannung oder einer bewusste Atemübung. Die Wege sind vielfältig, wichtig ist vor allem der Effekt, der dadurch erreicht wird.

Mehr zu Entspannung als wichtige Ressource zum Abschalten, Energiesammeln und Stress verhindern oder abbauen, finden Sie im Blogbeitrag Entspannung – eine wichtige Ressource im Alltag.

Mit Achtsamkeit als Stressprävention direkt beginnen

Oftmals überlegen wir in stressigen und herausfordernden Situationen und Zeiten des Lebens, was uns helfen könnte, etwas gutes für sich selbst zu tun. Wir wollen unser Problem loswerden.

Statt schlafloser Nächte wieder gut einschlafen und durchschlafen können. Statt ein Geräusch im Ohr zu haben vom Tinnitus wieder „nur“ Stille oder angenehme Geräusche hören. Statt vor Unruhe und Frust Süßes zu essen wieder mit Genuss und Leichtigkeit etwas essen.

Doch warum fangen wir nicht schon vorher damit an? Präventiv sozusagen. Als Prophylaxe.

Eine achtsame Haltung kann jeder in seinem Alltag erlernen.

Ich kann mein Essen mit voller Aufmerksamkeit vorbereiten und kochen. Ich kann den Weg zur Arbeit bewusst wahrnehmen und mich nicht anderweitig ablenken. Ich kann im Berufsalltag und im Familienalltag in mich hinein spüren und meinen Atem und mein Körpergefühl achtsam wahrnehmen. Ich kann die Achtsamkeitsmomente, die mir mein Kind anbietet, dankend annehmen und genießen.

Es gibt genügend Möglichkeiten für die Achtsamkeitspraxis im Alltag. Hier schreibe ich über Achtsamkeit im Job wie auch Achtsamkeit im (Familien-)Alltag – nicht nur für Mütter interessant, sondern auch für Väter und „Nicht-Eltern“.

Was können Sie noch tun, um mit mehr Achtsamkeit Ihre Stressprävention zu verbessern?

Nach innen zu schauen kann Ihr Wohlbefinden nachhaltig stärken: Regelmäßig kurz innehalten, um zu spüren, wie es Ihnen geht und was Ihnen im Moment gut täte. Ist es ein Spaziergang, eine kleine Atemübung, ein frischer Tee, einmal durchatmen, den Druck etwas rausnehmen? Was können Sie im Moment für sich Gutes tun?

Weitere alltagstaugliche Anregungen hierzu erhalten Sie in meinem Vortrag in Bad Homburg am 24.04. von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr in der Allianz für Gesundheit, Thomasstr. 10-12, in Bad Homburg: „Achtsamkeit und Ressourcenfokus als proaktive Stressprävention„.

Außerdem ermöglicht ein Stressmanagement Seminar das Reflektieren über bisheriges Verhalten, das Verändern der eigenen Haltung gegenüber stressigen Situationen, das Erlernen neuer Gedankengänge und die Erweiterung Ihres Werkzeugkoffers durch wirksame, alltagstaugliche Strategien im Umgang mit Stress, aber vor allem schon rechtzeitig in der Prävention von Stress.

Am 24. und 25. Mai findet unser Stressmanagement Seminar „Aufleuchten statt ausbrennen“ statt. Gemeinsam mit Saleh Amiralai von Hirnpuls GmbH widme ich mich dem Thema der Stressprävention und Stressbewältigung.

Oder wir treffen uns zu einem achtsamen Coaching-Spaziergang im Kurpark oder Schloßpark in Bad Homburg und bringen Ihre Stressprävention sozusagen in Bewegung.

Hier finden Sie im Überblick mein Angebot rund um Stressmanagement und Burnout-Prävention.

Einladung für das Webinar „Stress gelassen meistern“

Unsere Umwelt im Beruf und Alltag hat sich radikal verändert. In diesem Webinar gemeinsam mit meinem Kollegen Saleh Amiralai erfahren Sie, wie Sie in Zeiten von hoher Belastung und Veränderungen wieder in einen Zustand des Wohlbefindens zurückfinden.

Dies bietet Ihnen das Live-Webinar am 17.4. und 24.04. jeweils um 14.00 und um 17.00 Uhr:
• Sie lernen drei konkrete Übungen kennen, um mit dem Stress im Alltag und Beruf gelassener umzugehen.
• Sie erfahren aktuelles Hintergrundwissen aus der Stressforschung, um Ihre Stresskompetenz weiterzuentwickeln.
• Sie erhalten zahlreiche Tipps und spezielle Unterlagen, um Ihre eigene Stresswahrnehmung zu verändern.

Hier können Sie sich genauer über das Webinar informieren und sich noch rechtzeitig einen kostenfreien Platz reservieren im Webinar „Stress gelassen meistern“.

Fazit

Sie können etwas aktiv gegen Ihren Stress tun. Damit Achtsamkeit als Stressprävention und Stressbewältigung dient.

Durch folgende im Beitrag dargestellten Möglichkeiten, können Sie sich wohler fühlen und entspannter und letztendlich gesünder werden:

  • Achtsamkeit als Stressprävention aktiv nutzen
  • rechtzeitig möglichen Stress vermeiden
  • Achtsamkeit als Stressbewältigung einsetzen
  • durch Achtsamkeit den Autopiloten ausschalten
  • durch Achtsamkeit Gedanken wahrnehmen und verändern
  • durch Achtsamkeit Körpergefühl und Gefühle ändern

Und am besten mit kleinen Schritten im Alltag beginnen und die Einladungen für mehr Achtsamkeit nutzen.

 

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei Ihrer Stressprävention und Stressbewältigung durch eine achtsame Haltung!

Herzlichst

Sabine Machowski

 

P.S.: Wenn Sie mehr über Achtsamkeit als Stressprävention und Stressbewältigung erfahren möchten oder über andere Methoden und Strategien, dann tragen Sie sich gerne für meinen Newsletter ein.

Dann kann ich Sie informieren, wenn es neues rund um Achtsamkeit & Entspannung oder Stressmanagement & Burnout-Prävention auf meinem Blog oder bei meinen Angeboten gibt!

 

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